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Ausgabe 612 vom 04.09.2026

Bergheim: Mehr Schutz nach Anschlag auf Stromnetz gefordert

Nach den Angriffen auf das Stromnetz bei uns im Rhein-Erft-Kreis und in Brandenburg müssen wir dringend noch intensiver als bisher am Schutz der Kritischen Infrastruktur arbeiten. Durch einen mutmaßlichen Anschlag auf das Umspannwerk von Amprion bei Bergheim-Rheidt gingen fünf Kraftwerksblöcke in Niederaußem und Neurath kurzzeitig vom Netz. Nur durch die schnelle Reaktion und das Know-how von Amprion und RWE gab es keine Stromausfälle. Jetzt wird ermittelt, wer dafür verantwortlich war: Wahrscheinlich Linksextremisten oder fremde Mächte wie die russische Föderation. Die Ermittler gehen auf jeden Fall von verfassungsfeindlicher Sabotage aus. Beinahe zeitgleich fand eine Attacke auf eine Stromversorgungsanlage nahe des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde in Brandenburg statt.

Ich schließe mich unserem NRW-Innenminister Herbert Reul an: Wir brauchen technische Schutzmaßnahmen, denn die Polizei allein kann nicht für lückenlose Überwachung sorgen. Auch die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert mehr Investitionen. Wir werden im Landtag sicherlich darüber sprechen und auch die Bundesregierung zum Handeln auffordern. Der Anschlag vor unserer Haustür auf das Stromnetz zeigt auf dramatische Weise, dass die Bedrohungen und Attacken auf unser Land näherkommen und konkreter werden. Im „Kölner Stadt-Anzeiger“ habe ich mehr Befugnisse für die Sicherheitsbehörden, eine konsequente Strafverfolgung und technische Maßnahmen wie Drohnenabwehr gefordert. Ob nun Linksextremisten oder russische Saboteure den Anschlag verübt haben: Unsere Antwort muss entschlossen, wirksam und klar sein.

Rhein-Erft: Bezirksregierung ermittelt verstärkt wegen Geruchsbelästigung

Seit Mitte Juni 2026 kommt es immer wieder zu Beschwerden der Bürger über Geruchsbelästigung in Teilen des südlichen Rhein-Erft-Kreises. Deshalb habe ich gemeinsam mit dem Brühler Bürgermeister Dr. Marc Prokop und dem Hürther Bürgermeister Dirk Breuer die Bezirksregierung Köln zu konsequenten Ermittlungen, verstärkten Kontrollen und der zeitnahen Beseitigung der Geruchsbelästigung aufgefordert. Ich begrüße es, dass die Bezirksregierung schnell darauf reagiert hat und verstärkt kontrolliert, auch in der Nacht und am Wochenende. Zudem werden systematisch die möglichen Ursachen des Geruchs ermittelt, der auch in Erftstadt aufgetreten ist.  Zusätzlich sollen Maßnahmen in Kooperation mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK NRW) umgesetzt werden. Die Beschwerden sind bereits deutlich zurückgegangen. Es bleibt aber dabei, dass Hinweise der Bürger wichtig sind, um mögliche Geruchsquellen einzugrenzen und geeignete Maßnahmen sowie natürlich bestenfalls die Ursache zu finden. Lesen Sie zum Thema auch die Pressemitteilung der Stadt Brühl.

Olympia: Optimiertes Konzept ermöglicht Rekordangebot an Eintrittskarten

Neue Berechnungen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der für das Bewerbungsverfahren um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 in Deutschland zuständig ist, zeigen: Die Bewerbung der Region KölnRheinRuhr kann nicht nur die größte Bühne für den größten Moment bieten, sondern sogar die größten Spiele aller Zeiten. Auf Grundlage der finalen Anpassungen im Sportstättenkonzept könnte KölnRheinRuhr 17,6 Millionen Eintrittskarten anbieten. Das entspricht einer Steigerung von 3,6 Millionen Karten im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen. Für die Spiele in Los Angeles werden aktuell 14 Millionen verfügbare Tickets geplant, bei den Spielen in Paris konnten 12,8 Millionen Tickets angeboten werden. Somit schafft kein anderer Bewerber, was wir hier in Nordrhein-Westfalen schaffen. 10 Prozent der Karten können zu günstigen Preisen angeboten werden, die sich speziell an junge Menschen, Familien und ehrenamtlich Engagierte richten.

Nach den historisch erfolgreichen Ratsbürgerentscheiden am 19. April 2026 wurden zur weiteren Planung Gespräche mit Köln als federführender Stadt und den anderen beteiligten Kommunen, dem Landessportbund NRW und dem Behinderten- und Rehabilitationssportverband NRW, Athletinnen und Athleten sowie den Sportfachverbänden geführt. Das Ergebnis waren Optimierungen des Sportstättenkonzepts an zentralen Punkten. So soll es etwa für Wasserball und Boxen größere Austragungsorte geben. Alle Fußball-Finalspiele können im Signal-Iduna Park in Dortmund vor 70.000 Zuschauerinnen und Zuschauern stattfinden. Sämtliche Hockeyspiele mit deutscher Beteiligung sowie alle K.O.-Spiele, die Spiele um Platz 3 und die Finals wurden in den Borussia-Park in Mönchengladbach mit einer Kapazität von 50.000 Plätzen verlegt.

Alle Optimierungen erfahren Sie in der Pressemitteilung der Staatskanzlei. Ich begrüße die erfolgreichen Anpassungen und bin sehr gespannt auf den 26. September 2026. Dann wird der DOSB entscheiden, mit welchem Konzept sich Deutschland um die Spiele bewirbt – dem Berliner, dem Münchener oder dem nordrhein-westfälischen Konzept.

Landtag: Rechtzeitig Besuchstermine reservieren

Jetzt nach den Sommerferien startet die Terminvergabe für Besuche im Landtag Nordrhein-Westfalen für das Frühjahr 2027. Ich rufe Schulen, Vereine, Verbände sowie weitere interessierte Gruppen aus meinem Wahlkreis dazu auf, sich frühzeitig um einen Besuchstermin zu bemühen. Der persönliche Austausch mit den Menschen ist mir besonders wichtig. Ich freue mich auf viele spannende Gespräche und darauf, den Landtag als Ort der Demokratie erlebbar zu machen.

Gerade im Vorfeld der Landtagswahl im April 2027 wird aber mit einer besonders hohen Nachfrage nach Besuchsterminen gerechnet. Wer den Landtag kennenlernen, einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik werfen und mit mir ins Gespräch kommen möchte, sollte sich daher rechtzeitig beim Besucherdienst des Landtags melden. Besuchswünsche für das Frühjahr können ab dem 21. September 2026 angemeldet werden. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Schulen: Landtagspräsident startet wieder Mal- und Bastelwettbewerb

Zum wiederholten Mal hat Landtagspräsident André Kuper den Mal- und Bastelwettbewerb an den vierten Klassen der Grund- und Förderschulen ausgelobt. Anlässlich des 80. Geburtstages unseres Bundeslandes steht dieser unter dem Motto: „Gemeinsam in NRW – Malt und bastelt, was dies für Euer Leben bedeutet“. Es werden wieder die Plätze eins bis vier prämiert – mit einem Preisgeld von insgesamt 2.150 Euro für die Klassenkassen. Einsendeschluss ist der 27. November 2026. Wegen des großen Erfolgs des Wettbewerbs wird es im Februar 2027 neben dem Empfang für die Siegerklassen erneut eine Ausstellung mit offizieller Eröffnung geben. Eine schöne Sache, bei der sich die Grundschüler kreativ damit beschäftigen können, was unser Bundesland ausmacht. Alle Informationen gibt es auf der Internetseite des Landtags.  

Foto: CDU-Landtagsfraktion NRW / Ralph Sondermann