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Für den CDU-Landtagsabgeordneten Gregor Golland ist 32 Jahre nach dem Grundwehrdienst bei der Bundeswehr und nach rund 380 Wehrübungstagen, die er in der Freizeit oder im Urlaub absolvierte, das Ziel erreicht: Am Dienstag, 28. April 2026, wurde der Brühler zum Oberst i.G. (im Generalstabsdienst) der Reserve bei der Luftwaffe ernannt und hat damit den höchstmöglichen Dienstgrad unter Reservedienstleistenden erreicht. Am Sitz des Luftwaffentruppenkommandos in Köln-Wahn nahm Generalleutnant Lutz Kohlhaus, stellvertretender Inspekteur der Luftwaffe, die Beförderung vor. Ebenfalls anwesend war der stellvertretende Kommandeur und Chef des Stabes des Air Component Command (ACC) in Kalkar, Generalmajor Michael Hogrebe.

Sein Einsatz bei der Luftwaffe begann für Golland mit dem Grundwehrdienst von Juli 1994 bis Juni 1995 im niederländischen Budel. Anschließend wechselte er zum Jagdbombergeschwader 31 „Boelcke“ in Nörvenich. Während des BWL-Studiums begann er 1998 mit Wehrübungen und Lehrgängen. Er absolvierte die Unteroffiziersschule sowie 1999 die Infanterieschule des Heeres (auch für die Luftwaffe zuständig). Während der Semesterferien im Jahr 2000 besuchte er die Offiziersschule der Luftwaffe und legte dort die notwendigen Prüfungen ab. Im Anschluss war er wieder für die II. Fliegende Staffel des „Boelcke“-Geschwaders aktiv.

Es folgten die Weiterbildung zum Nachrichtenoffizier und die Teilnahme an Stabsoffizierlehrgängen bei der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Danach wurde Golland mehrfach im damaligen Zentrum Luftoperationen in Kalkar verwendet (heute: Air Component Command). Hier werden alle nationalen Einsätze zur Luftverteidigung und Einsätze im Rahmen der NATO-Unterstützung koordiniert.

Auch nachdem Golland 2010 erstmals in den Landtag eingezogen war, nutzte er die parlamentarischen Pausen für die Weiterbildung bei der Reserve. So übte er zum Beispiel zwei Mal für jeweils drei Wochen im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin.

„Auf meinem rund 30 Jahre langen Weg bis zum Erreichen des Enddienstgrades der Reserve musste ich, ähnlich wie aktive Soldatinnen und Soldaten, zahlreiche Lehrgänge und Pflichtübungen erfolgreich absolvieren und entsprechend gute Leistungsbeurteilungen erhalten“, betont Golland.

Der Christdemokrat aus Brühl ist Beauftragter für die Bundeswehr bei der CDU-Landtagsfraktion NRW, Vorsitzender des Netzwerks für Soldaten der CDU NRW und Mitbegründer des „Freundeskreis Fregatte Nordrhein-Westfalen“. Er setzt sich vehement für die personelle und materielle Stärkung der Bundeswehr ein: „Die Bundeswehr ist ein unverzichtbarer Bestandteil für Stabilität, Sicherheit und Frieden in einer unruhigen Zeit und Welt und sie dient der Landes- und Bündnisverteidigung.

Insbesondere die vergangenen vier Jahre seit Beginn des Krieges in der Ukraine haben gezeigt, wie wichtig gut ausgerüstete und verteidigungsbereite Streitkräfte sind. Freiheit, Demokratie und unsere Art zu leben sind keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen jeden Tag gelebt und verteidigt werden – nach innen wie nach außen. Mir ist es wichtig, hierzu aus Überzeugung einen persönlichen Beitrag als Staatsbürger in Uniform zu leisten.“

An seiner Uniform trägt Golland als Oberst i.G. nun drei silberne Sterne und Eichenlaub sowie einen roten Kragenspiegel.

Fotos: Bundeswehr