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Obwohl mehrere Landesstraßen im Kerpener Stadtgebiet inzwischen in einem unhaltbaren Zustand sind, wird die Kolpingstadt im Landesstraßenerhaltungsprogramm 2016 überhaupt nicht berücksichtigt. Auf Bitte der CDU-Fraktion Kerpen fragte Gregor Golland, CDU-Landtagsabgeordneter und Kreisvorsitzender der CDU Rhein-Erft, bei NRW-Verkehrsminister Michael Groschek nach dem Grund.

„Die Antwort fällt leider ernüchternd aus“, zeigt sich Golland enttäuscht. Der Minister teilt ihm mit, dass andere Erhaltungsprojekte in NRW dringlicher seien und Kerpen deswegen in diesem Jahr keine Beachtung finden kann. Zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit auf der maroden L 277 zwischen Horrem und Sindorf soll aber zumindest „punktuell eine Absackung im Fahrbahn- und Rad-/Gehwegbereich beseitigt“ werden.

Bezüglich der Sanierung des Radweges entlang der L 276 von Blatzheim nach Buir, die eigentlich für 2015 vorgesehen war, merkt Groschek an, dass auch hier andere Maßnahmen dringlicher seien, dort, wo Radwege aufgrund ihres Zustandes schon nicht mehr benutzt werden dürfen. Das gelte etwa für Radwege im Bereich Düren und Nörvenich. „Die Kerpener müssen sich also wohl gedulden, bis der Weg entlang der L 276 ebenfalls so kaputt ist, dass man nicht mehr darauf fahren darf“, resümiert Golland.

Nun prüft die Landesregierung, ob die Sanierungen in Kerpen 2017 möglich sind. Bis dahin sollen Einzelschäden, die die Verkehrssicherheit gefährden könnten, punktuell repariert werden.

„Weil Rot-Grün schlecht wirtschaftet und mit der Straßensanierung nicht hinterherkommt, müssen sich die Bürger in Kerpen mit Flickwerk zufrieden geben“, moniert Golland. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass das Land so bald wie möglich seinen Verpflichtungen nachkommt.“

Bildunterschrift: Die L 277 zwischen Horrem und Sindorf ist nur eine von mehreren sanierungsbedürftigen Straßen im Kerpener Stadtgebiet. Aufgrund des schlechten Zustands der Landesstraße wurde das Tempolimit in der Kurve bereits von 70 auf 50 km/h heruntergesetzt.

Weitere Informationen:
Schreiben von Gregor Golland und Antwortschreiben von Landesverkerhsminister Michael Groschek