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Ausgabe 601 vom 29.05.2026

Frechen: Spatenstich mit Hendrik Wüst für Leuchtturmprojekt

Circular Economy, Kreislaufwirtschaft, ist ein zentrales Stichwort des Strukturwandels im Rheinischen Revier. In dieser Woche war ich beim Spatenstich zu einem Leuchtturmprojekt für nachhaltige Schlüsseltechnologien vor Ort: In Frechen errichtet die ESK-SIC GmbH, ein Tochterunternehmen der Schunk Group, die weltweit erste Siliciumcarbid-Fabrik, die vollständig nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft arbeitet. Anlässlich des Spatenstichs ergriff unser Ministerpräsident Hendrik Wüst das Wort. Denn das Land Nordrhein-Westfalen fördert den Bau der RECOSiC-Fabrik gemeinsam mit der Europäischen Union mit 30 Millionen Euro, damit das Recycling von Siliciumcarbid (SiC) im industriellen Maßstab gelingt.

SiC ist ein unverzichtbarer Werkstoff in der Halbleiterindustrie und kommt auch bei Solaranlagen, in der technischen Keramik und der Schleifmittelproduktion zum Einsatz. Das innovative RECOSiC-Verfahren von ESK-SIC GmbH und Fraunhofer IKTS wird es möglich machen, SiC in einem sehr hohen Reinheitsgrad zu recyclen. Das ist eine nachhaltige Alternative zum Import des Stoffs und verringert die Abhängigkeit unserer Wirtschaft von China.

Ich freue mich, dass ein Unternehmen aus dem Rhein-Erft-Kreis beim Förderwettbewerb „Produktives.NRW“ Erfolg hatte und der Bau der RECOSiC-Fabrik nun aus dem Multifondsprogramm EFRE/JTF gefördert wird. Ziel ist der Auf- und Ausbau strategischer Schlüsseltechnologien. Die Produktion in der Fabrik wird voraussichtlich Anfang 2028 starten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

 

Köln: 86 Millionen Euro für die Deutsche Sporthochschule

Es ist eine tolle Nachricht für den Sport in der Region: Die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS) erhält über 86 Millionen Euro aus dem Nordrhein-Westfalen-Plan für gute Infrastruktur. Mit dem Geld werden Lehrstätten grundlegend modernisiert und erweitert, was auch eine vollständige klimaneutrale Energieversorgung beinhaltet. Das Schwimmzentrum und die weltweit größte sportwissenschaftliche Spezialbibliothek werden zudem energieeffizienter und nachhaltiger ausgestattet. Durch die energetische Optimierung der drei Gebäude können jährlich bis zu 669 Tonnen CO2 und 250.000 Euro an Energiekosten eingespart werden.

Der Nordrhein-Westfalen-Plan sieht allein für den Bereich Hochschule, Forschung, Lehre und Transfer 2,3 Milliarden Euro vor. Ich freue mich, dass die DSHS Köln davon profitiert. Vor gut einem Jahr habe ich die Hochschule gemeinsam mit meinem Fraktionskollegen Thomas Okos MdL besucht und wir haben uns über die Herausforderungen wie steigende Kosten, geringere Ressourcen und weniger Studenten informiert. Ich gehe davon aus, dass die jetzige Finanzierungszusage des Landes, die Ministerpräsident Hendrik Wüst gemeinsam mit Kultur- und Wissenschaftsministerin Ina Brandes überreicht hat, dabei helfen wird, dieses Aushängeschild der Sportwissenschaften in unserem Sportland NRW zukunftsfest zu machen. Damit werden die Bedingungen für Studium und Forschung verbessert und die Modernisierung leistet einen Beitrag zu einer nachhaltigen Gestaltung des Campus. Näheres erfahren Sie in der Pressemitteilung der Landesregierung.

Erftstadt: Wasserwerk Dirmerzheim fit für die Zukunft

Eine zuverlässige Versorgung mit Trinkwasser ist essenziell – auch für die Bevölkerung im Rhein-Erft-Kreis. Darum hat RWE Power das Wasserwerk in Erftstadt-Dirmerzheim fit für die Zukunft gemacht. Die neue Trinkwasseraufbereitungsanlage wurde in dieser Woche feierlich in Betrieb genommen. Zu diesem Anlass war ich gemeinsam mit Landrat Frank Rock und Erftstadts Bürgermeisterin Carolin Weitzel vor Ort. Das Wasserwerk, das bereits rund 100 Jahre alt ist und seit den 1950er Jahren zuverlässig die Region mit Trinkwasser versorgt, ist nun das größte Trinkwasserwerk von RWE Power. Durch den Teilneubau und die Modernisierung können dauerhaft 4.800 Kubikmeter Grundwasser pro Stunde aufbereitet werden. Das sind gut investierte 20 Millionen Euro, um die Versorgungssicherheit mit Trinkwasser in unserer Heimat auch in der Zeit nach dem Bergbau zu gewährleisten. Detaillierte Informationen zur neuen Anlage finden Sie hier.

 

Landtag: Jetzt bewerben für drei Tage auf meinem Platz

Zum 16. Mal findet in diesem Herbst der Jugendlandtag statt. Dabei können junge Menschen zwischen 16 und 20 Jahren die Arbeit der Abgeordneten des Landtags Nordrhein-Westfalen hautnah erleben, indem sie drei Tage lang unsere Plätze einnehmen. Sie bringen sich in Fraktions- und Ausschusssitzungen, Expertenanhörungen und einer Plenarsitzung ein. Die Beschlüsse werden an den Hauptausschuss des Landtags übermittelt.

Ab sofort ist die Bewerbung für den Jugendlandtag wieder möglich. Er findet vom 12. bis 14. November 2026 im Landtag statt. Bewerben können sich Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studentinnen und Studenten oder junge Berufstätige direkt bei ihren zuständigen Abgeordneten. Eine Bewerbung muss folgende Informationen enthalten: Name, Vorname, Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht, Telefonnummer, Handynummer, E-Mail-Adresse. Bei Teilnahme unter 18 Jahren werden ebenfalls die Kontaktdaten der Eltern benötigt. Voraussetzung ist zudem, dass noch kein Jugendlandtag besucht wurde.

Wer aus Brühl, Erftstadt, Wesseling sowie den Kerpener Stadtteilen Türnich, Balkhausen und Brüggen teilnehmen möchte, schreibt mir bitte bis spätestens zum 15. Juli 2026 eine E-Mail an gregor.golland@landtag.nrw.de. Ich freue mich auf zahlreiche Bewerbungen, denn unsere Demokratie braucht gerade in der heutigen Zeit das Engagement junger Menschen. Nutzt die gute Gelegenheit, einen direkten Einblick in meinen Arbeitsalltag zu erhalten.

Brühl: Max-Ernst-Museum profitiert von Landesförderung

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Kunstmuseen bei Ausstellungsprojekten, Restaurierungsvorhaben und Ankäufen: Im Programm „Basisförderung Kunstmuseen NRW“ fließen im Jahr 2026 mehr als 3,4 Millionen Euro in die Museumslandschaft. Davon profitiert auch das Max-Ernst-Museum in meiner Heimatstadt Brühl. Gemeinsam mit neun anderen Museen wurde es von einer Expertenjury in diesem Jahr für die Ankaufsförderung ausgewählt. Dabei werden mit Hilfe der Neuerwerbungen Sammlungslücken geschlossen, neue Schwerpunkte gesetzt oder das Sammlungsprofil der Häuser gestärkt. Das Max Ernst-Museum konnte dadurch das Gemälde „Chimère Rouge“ von Max Ernst dauerhaft für die eigene Sammlung sichern.

Insgesamt wurden Ankaufsförderungen in Höhe von rund 632.000 Euro vergeben. Zudem erhalten insgesamt 30 Ausstellungsprojekte überwiegend kommunaler Kunstmuseen in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr mehr als zwei Millionen Euro. Für insgesamt 18 Restaurierungsprojekte stellt das Land außerdem Mittel in Höhe von mehr als 525.000 Euro bereit, um die Museen bei dem Erhalt ihrer Sammlungsbestände zu unterstützen. Die Museumsförderung des Landes stärkt somit die Häuser bei der Umsetzung ihrer Kernaufgaben. Mehr Details erfahren Sie in der Pressemitteilung der Landesregierung.

Fotos: Büro Okos, RWE