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Im Zuge der Insolvenz des Erftstädter Marien-Hospitals hatte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland bei Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, nach den Hintergründen und nach Möglichkeiten der Unterstützung für die Klinik und ihre rund 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erkundigt. Jetzt hat der Minister ausführlich geantwortet und sich bei Golland für dessen Einsatz für die Gesundheitsversorgung in Erftstadt bedankt.

„Der Minister bedauert die Situation und würde es sehr begrüßen, wenn eine zukunftsfähige Lösung für das Marien-Hospital gefunden wird“, berichtet Golland. „Er hat sich nach der Flutkatastrophe von 2021 selbst ein Bild von den immensen Schäden vor Ort gemacht und dann war schnell klar, dass das Krankenhaus wiederhergestellt werden muss.“ Es sei aber der Landesregierung stets bewusst gewesen, dass es ein kleines, eigenständiges Krankenhaus immer schwerer haben wird als benachbarte Kliniken in der Region, die einem größeren Verbund angehören.

Minister Laumann stellt klar, dass sein Haus zwar die Rechtsaufsicht über die Krankenhäuser in NRW hat und diese auch während eines Insolvenzverfahrens wahrnimmt, aber die kaufmännische Verantwortung in den Händen der Verwaltung und des Insolvenzverwalters des Marien-Hospitals liegt. Letzterer müsse nun „alle möglichen Handlungsoptionen im Interesse der Beteiligten“ prüfen und eine für die Zukunft tragfähige Lösung finden. Das Ministerium stehe aber bei Bedarf für beratende Gespräche zur Verfügung.

„Einfluss auf den Insolvenzverwalter hat das Land nicht und kann dem Krankenhaus auch nicht im Verfahren finanziell unter die Arme greifen: Die Fördermittel, die im Moment für den Krankenhausbereich vorgesehen sind, dürfen nicht für eine Unterstützung im Bereich der Betriebskosten gewährt werden“, betont Golland. „Man muss also klar festhalten, dass es nun auf den weiteren Verlauf des Insolvenzverfahrens und die dabei zu treffenden Entscheidungen ankommt.“

Der Brühler Christdemokrat weist darauf hin, dass das Verfahren auch eine Chance für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in Erftstadt sein könne. „Dabei sollte man auch die Eingliederung der Klinik in einen Verbund nicht ausschließen. Das Marien-Hospital ist nach der Flut für viel Geld, auch aus dem Wiederaufbau-Fonds des Landes, umfassend modernisiert worden. Das ist den großen Krankenhausträgern in der Umgebung bekannt.“

Minister Laumann weist in seinem Schreiben an Golland darauf hin, dass das Gesundheitsministerium über die Krankenhausplanung gerne das Marien-Hospital unterstützen werde, sobald ein zukunftsfähiges medizinisches Konzept vorliege, das wirtschaftliches Arbeiten ermöglicht. Golland: „Ich hoffe sehr, dass das Insolvenzverfahren einen guten Ausgang nimmt im Sinne der Beschäftigten sowie der Patientinnen und Patienten und der in Erftstadt lebenden Menschen.“