Seite wählen

Am 4. Mai ist der Internationale Tag der Feuerwehrleute und zugleich der Tag des Heiligen Florian, Schutzpatron der Feuerwehr. Dies nahm der CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland zum Anlass, die Feuerwache in Brühl zu besuchen und sich dort mit haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrleuten über aktuelle Herausforderungen im Einsatz und über das anstehende Jubiläum auszutauschen – denn die Brühler Feuerwehr feiert in diesem Monat ihr 150-jähriges Bestehen.

„Das Einsatzspektrum bei unserer Feuerwehr ist sehr breit und vielfältig, es reicht von der Brandbekämpfung über Rettungseinsätze für Mensch und Tier bis zur Beseitigung von Ölspuren und vieles mehr – wobei die Rettungsdienstfahrten den deutlich größten Anteil ausmachen. Da gibt es allerdings viele Fehlfahrten und leider auch Missbrauch“, erfuhr Golland bei dem Gespräch auf der Feuerwache. Dort traf er den Leiter der Feuerwehr Brühl, Stadtbrandinspektor Peter Berg, einen der beiden Stellvertreter, Stadtbrandinspektor Ingo Birk, und die Feuerwehrleute der diensthabenden 24-Stunden-Schicht.

Bei den Brandeinsätzen spielt in den vergangenen Jahren die Bekämpfung von Waldbränden eine zunehmende Rolle. Dafür hat die Feuerwehr Brühl seit drei Jahren einen Unimog, mit dem auch schwer zugängliches Gelände erreicht werden kann. Die Einsatzkräfte informierten den Christdemokraten aber nicht nur über die Ausstattung der Feuerwehr mit Fahrzeugen und moderner Technik, sondern auch mit Schutzkleidung. Diese muss regelmäßig ersetzt werden, weil sie ihre Schutzfunktion durch die nach einem Einsatz notwendige Reinigung mit der Zeit verliert. „Die Feuerwehr Brühl ist gut aufgestellt – das macht im Stadthaushalt einen einstelligen Millionenbetrag pro Jahr aus, aber diese Mittel sind wirklich gut investiert“, betonte Golland. Die Freiwillige Feuerwehr wird zudem durch einen Förderverein unterstützt.

Ein Thema im Gespräch war auch die Nachwuchsgewinnung. Dies sei nicht immer einfach, berichteten die Feuerwehrleute. „Wie in vielen Bereichen des Arbeitsmarktes reicht die Qualifikation von jungen Menschen oft nicht aus“, so der Abgeordnete. Da sei es gut, dass in Brühl seit sieben Jahren eine Kinderfeuerwehr existiere. Im Alter von sechs bis zehn Jahren werden die „Löschmäuse“ spielerisch an Themen und Aufgaben der Feuerwehr herangeführt. „Das Fahrzeug der Kinderfeuerwehr wurde übrigens vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert – auch aktuell können Kommunen diese Möglichkeit nutzen“, erklärte Golland.

Der Experte für Innere Sicherheit sprach mit den Feuerwehrleuten auch über das zunehmend aggressivere Verhalten mancher Bürgerinnen und Bürger gegenüber Einsatzkräften. „Jeder aus der Runde hat schon mindestens einen verbalen Angriff erlebt oder wurde beleidigt – das verurteile ich. Angriffe auf Einsatzkräfte, ob verbal oder gar körperlich, sind nicht hinnehmbar, denn sie setzen ihre Gesundheit und auch ihr Leben für die Sicherheit anderer aufs Spiel“, machte der Landtagsabgeordnete deutlich und sprach sich für eine Verschärfung des Strafrechts aus – aber auch für die konsequente Anwendung bereits bestehender Sanktionsmöglichkeiten.

Zur Inneren Sicherheit zählt auch der Katastrophenschutz. „Hier ist es gut zu wissen, dass die Feuerwehr Brühl bereits gut mit anderen relevanten Akteuren verzahnt ist“, so Golland. „Zudem besteht innerhalb der Blaulichtfamilie vor Ort eine starke Solidarität.“

In ihrem Jubiläumsjahr freut sich die Brühler Feuerwehr auf die neue Feuerwache, die in rund zwei Jahren fertiggestellt sein soll. Gerne kann die Freiwillige Feuerwehr weiter verstärkt werden – auch durch weibliche Kräfte. Zwar nimmt der Frauenanteil nach und nach zu, ist aber ausbaufähig.

„Der Feuerwehr, nicht nur in Brühl, gebührt Dank und Respekt für ihren Einsatz. Sie ist rund um die Uhr für unsere Sicherheit da“, unterstrich Golland, der den Brühler Feuerwehrleuten auch schon einmal zum Jubiläum gratulierte. Es wird am Samstag, 16. Mai, von 11 bis 22 Uhr auf dem Markt in der Brühler Innenstadt gefeiert.

https://feuerwehr-bruehl.de/