Ausgabe 589 vom 20.02.2026
Kerpen: Förderbescheid für InnoQuartier Rhein-Erft
Die NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, Ina Scharrenbach, hat kürzlich in Kerpen-Horrem einen Förderbescheid in Höhe von rund 28 Millionen Euro an Landrat Frank Rock übergeben. Gemeinsam mit Romina Plonsker MdL und Thomas Okos MdL war auch ich vor Ort im ehemaligen Kloster Mater Salvatoris. Dort entsteht bis 2028 ein neues, inklusives Beratungszentrum im Rheinischen Revier: Das „InnoQuartier Rhein-Erft“ (IQREK). Nach einer umfassenden Sanierung, die den historischen Wert des Standortes berücksichtigt, aber für Barrierefreiheit und energetische Modernisierung sorgen wird, können hier u.a. das Hoch-Begabten-Zentrum Rheinland, das Heinrich-Meng-Institut (Sozialpädiatrisches Zentrum), die Agentur für Arbeit und das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Erft-Kreises untergebracht werden. Das IQREK wird somit zu einer zentralen Anlaufstelle für berufliche Orientierung, Integration und Weiterentwicklung in unserer vom Strukturwandel geprägten Heimat. Dadurch möchte der Rhein-Erft-Kreis auch dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Gregor Golland MdL, Thomas Okos MdL, Ministerin Ina Scharrenbach, Landrat Frank Rock, Romina Plonsker MdL (v.l.). Foto: Rhein-Erft-Kreis / Schweinsburg
Die Fördermittel stammen aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG) bzw. aus dem Stadtentwicklungsprogramm „Rheinisches Revier der Zukunft“ und werden von Bund und Land gemeinsam bereitgestellt. Damit sind die Gesamtausgaben des Projekts von knapp 34 Millionen Euro zum größten Teil gedeckt. Ich freue mich, dass diese zukunftsträchtige Institution im Rhein-Erft-Kreis nun Gestalt annehmen kann. Mehr erfahren Sie in der Pressemitteilung des Rhein-Erft-Kreises.
Sport: Gleich drei Förderprogramme für Vereine
Sportvereine in Nordrhein-Westfalen können jetzt von drei Förderprogrammen des Landes profitieren: „1.000 x 1.000 – Anerkennung für den Sportverein“, „Förderung der Übungsarbeit“ (beides ab sofort) und die Übungsleiter-Offensive, die kommende Woche starten soll. Im Rahmen des Programms „1.000 x 1.000“ wurde in diesem Jahr ein neuer Förderschwerpunkt aufgenommen. Unter dem Titel „Olympische und Paralympische Spiele in Nordrhein-Westfalen“ werden Projekte gefördert, die sich vor Ort für eine mögliche Ausrichtung der Spiele einsetzen. Darüber hinaus können weiterhin Maßnahmen unter anderem im Ganztag, in Kindertageseinrichtungen, zur Stärkung von Nachhaltigkeit, Inklusion und Gleichstellung sowie Projekte im Kinder- und Jugendsport und im Sport der Älteren beantragt werden.
Die Übungsleiter-Offensive ist ein weiteres zentrales Element der nordrhein-westfälischen Sportpolitik. Gefördert wird der Erwerb von Lizenzen und Qualifizierungen für Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die das Rückgrat unserer Sportvereine sind. Pro Ausbildung gibt es Zuschüsse von bis zu 500 Euro pro Ausbildung. Für alle drei Programme sind Anträge über das Förderportal des Landessportbundes möglich. Mit dieser Förderung unterstützen wir Vereine auch an Rhein und Erft konkret und gezielt bei ihrer wichtigen Arbeit. Näheres zum Thema lesen Sie hier.
Olympia: Mehr Anerkennung durch Prämien
Bei den Olympischen Winterspielen in Italien sind auch einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen dabei, u.a. Bobfahrerin und Silbermedaillen-Gewinnerin Laura Nolte. Zu Beginn der Spiele hat das Land eine eigene Medaillenprämie eingeführt sowie die Teilnahmeprämie für Athletinnen und Athleten aus NRW erhöht, die an Olympischen und Paralympischen Spielen teilnehmen. Damit investiert unser Bundesland noch mehr in den Spitzensport und die Anerkennung derjenigen, die für uns an den Start gehen. Die Teilnahmeprämie wurde um 1.500 Euro auf 5.000 Euro pro Athletin und Athlet erhöht, unterstützt von der Sportstiftung NRW. Zudem verdoppelt das Land die Medaillenprämien der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Diese leistete bisher eine einmalige Zahlung von 30.000 Euro für eine Goldmedaille, 20.000 Euro für eine Silbermedaille und 10.000 Euro für eine Bronzemedaille. Vom Land gibt es ab sofort Prämien in gleicher Höhe dazu, ebenfalls als einmalige Zahlung. Das ist ein starkes Zeichen der Würdigung für die Sportlerinnen und Sportler und stärkt auch unsere Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele. Mehr erfahren Sie in der Pressemitteilung der Landesregierung.
Siegen: Symposium zu Verteidigungs- und Krisenvorbereitung
Kürzlich war ich als Referent zu einem Symposium der Marien Kliniken in Siegen unter dem Titel „Vorbereitung für den Fall der Verteidigung und Krise“ eingeladen. Bereits zum dritten Mal fand diese gut besuchte Veranstaltung zu sicherheitspolitischen und medizinischen Themen statt. Im Haus der Siegerländer Wirtschaft ging es diesmal darum, wie wir mit aktuellen und künftigen Bedrohungen unserer Sicherheit und Demokratie umgehen. Auf Einladung von Prof. Dr. med. Christian Brülls, Ärztlicher Direktor des St. Marien-Krankenhauses Siegen, habe ich zum Thema „Wehrpflicht nur freiwillig oder ein Gesellschaftsjahr für alle?“ referiert. Dabei machte ich deutlich, dass in diesen geopolitisch herausfordernden Zeiten mehr Einsatz und Beteiligung als bisher nötig ist – nicht nur in der Bundeswehr, sondern beispielsweise beim Technischen Hilfswerk, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz oder anderen Hilfsorganisationen. Wir brauchen aus meiner Sicht die Wiedereinführung der Wehrpflicht und ein gesellschaftliches Pflichtjahr.

Prof. Dr. med. Christian Brülls, Oberstleutnant Robert Schilling, Oberstarzt Dr. med. Martin Henes, Gregor Golland MdL (v.l.). Foto: Marien Gesellschaft Siegen
Weitere Redner waren u.a. Oberstarzt Dr. med. Martin Henes vom Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr und Oberstleutnant Robert Schilling. Bei der anschließenden konstruktiven Diskussion haben wir uns mit Soldatinnen und Soldaten, Vertretern von Hilfsorganisationen, Feuerwehr und Polizei, Ärztinnen und Ärzten und Vertretern der Politik ausgetauscht. Nähere Informationen zur Veranstaltung finden Sie im zugehörigen Flyer sowie in einem Beitrag von Radio Siegen.
Kreislaufwirtschaft: 28 Mio. Euro für drei neue Fördermaßnahmen
Kreislaufwirtschaft und Recycling spielen auch im Rhein-Erft-Kreis eine zunehmend größere Rolle, wie sich beispielsweise an unseren Standorten der chemischen Industrie im Rhein-Erft-Kreis beobachten lässt. Nun stellen das Land Nordrhein-Westfalen und die Europäische Union rund 28 Millionen Euro für drei neue Fördermaßnahmen zur Verfügung, die speziell kleinen und mittleren Unternehmen und Forschungseinrichtungen beim Schritt in die Kreislauf- und Umweltwirtschaft Unterstützung anbieten. Mit „Ressource.NRW“, „Zirkuläre Produktion“ und „ZukunftUmweltwirtschaft.NRW“ – finanziert aus dem EFRE/JTF-Programm NRW – sollen neue zirkuläre Geschäftsmodelle und die hochwertige Wiederverwendung von Materialien gefördert werden. Bei „Ressource.NRW“ geht es um Technologien, die eine wesentliche Einsparung von Treibhausgasemissionen bewirken. Antragsberechtigt sind bis zum 30. Juni 2026 kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen. Bei „Zirkuläre Produktion“ geht es um die Entwicklung von kreislauforientierten Prototypen für Maschinen, Produkte und Prozesse. Hierzu können Anträge bis zum 29. April 2026 gestellt werden. „ZukunftUmweltwirtschaft.NRW“ soll Unternehmen gezielt befähigen, eigene Produkte, Dienstleistungen und Verfahren in den Bereichen der umweltschonenden und ressourceneffizienten Technologien weiterzuentwickeln. Projektskizzen können bis zum 30. April 2026 eingereicht werden. Weitere Details lesen Sie in der Pressemitteilung der Landesregierung.