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Es bleibt dabei: NRW-Innenminister Ralf Jäger enthält dem CDU-Landtagsabgeordneten Gregor Golland die Fallzahlen der Wohnungseinbrüche ab Sommer 2015 vor. Erst im März wird im Rahmen der Veröffentlichung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) Auskunft erteilt, weil die Daten erst dann valide sein sollen.

Beigefügt ist der Antwort auf Gollands Kleine Anfrage zumindest eine Übersicht der Aufklärungsquoten in allen Bundesländern ab dem Jahr 2002. Zwar fehlen die Daten für 2015 noch, aber ein Blick auf die Statistik macht deutlich: NRW liegt ständig im hinteren Mittelfeld, lediglich 2014 war die Quote im gesamtdeutschen Vergleich geringfügig besser.

„Die Aufklärungsquote stagniert in NRW“, unterstreicht Golland. „Die Landesregierung schafft es seit 2010 nicht, etwas daran zu ändern, weil einfach viel zu wenig getan wird, um eine effektive Verfolgung der Straftäter zu ermöglichen.“

Auch wenn der Innenminister auf der erst in der PKS gegebenen „Datenintegrität“ beharrt, könnte er aktuelle Fallzahlen der Wohnungseinbrüche aus dem polizeilichen Vorgangsbearbeitungssystem liefern, in dem neue Vorgänge, also auch Einbrüche, erfasst werden. Der Abgeordnete hatte konkret nach den Zahlen für Dezember 2015 gefragt. Aber auch diese Daten rückt Jäger nicht heraus: Sie seien nicht statistisch aussagekräftig, weil die erhobene Anzahl der Vorgänge zum Berichtsdatum schon wieder von den Daten des Erhebungsstichtages abweiche.

„Ich bin sehr gespannt auf die Veröffentlichung der PKS im März – dann kann sich der Innenminister nicht mehr herausreden“, resümiert Golland.

Weitere Informationen:
Antwort auf Kleine Anfrage 4200
Antwort auf Kleine Anfrage 4268