Netzwerk-Vorsitzender Golland unterstreicht Notwendigkeit der Verteidigungsbereitschaft
Der CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland besuchte am 26. Mai 2026 mit Mitgliedern des Netzwerks für Soldaten der CDU Nordrhein-Westfalen das Landeskommando (LKdo NW) der Bundeswehr in Düsseldorf. Als Vorsitzender des Netzwerks hatte Golland die Veranstaltung gemeinsam mit der Landesgeschäftsstelle der CDU NRW und dem Landeskommando initiiert und organisiert. Es ging um aktuelle Entwicklungen im Rahmen der „Zeitenwende“: Wie verteidigungsfähig ist Deutschland, wie bereit sind Infrastruktur und Bevölkerung im Verteidigungsfall?
Nach der Begrüßung der Gäste durch den Kommandeur des Landeskommandos, Brigadegeneral Hans-Dieter Müller, wurden die Aufgaben des Landeskommandos anschaulich erläutert durch den Chef des Stabes LKdo NW, Oberst Christoph von Löwenstern. Brigadegeneral Müller referierte sodann zur „Bundeswehr in NRW in der Zeitenwende“, bevor Oberstleutnant Achim Schneider (Stabsabteilung 3, Koordinator für zivil-militärische Zusammenarbeit) zur „Drehscheibe Nordrhein-Westfalen als Teil des Operationsplans Deutschland“ sprach. Der Operationsplan Deutschland führt zentrale militärische Bestandteile der Landes- und Bündnisverteidigung mit den notwendigen zivilen Unterstützungsleistungen zusammen.
Deutschland wäre im Bündnisfall für den Transit, die Versorgung und Unterstützung von täglich bis zu 8.000 Menschen, 2.000 Fahrzeugen und 40.000 Tonnen Material verantwortlich. Nordrhein-Westfalen spielt als „Drehscheibe“ dabei eine besondere Rolle mit seinen rund 30.000 Dienstposten der Bundeswehr, mit seiner Industrie, den Verkehrsknotenpunkten und wichtiger kritischer Infrastruktur.
Im Anschluss hatten die Teilnehmer Gelegenheit, Fragen zu stellen und zu diskutieren. „Es wurde sehr deutlich, wie wichtig es ist, die Zeitenwende mit Leben zu füllen – aber nicht nur durch die personelle und materielle Stärkung der Bundeswehr,“ betont Golland. „Wir müssen die Zeitenwende auch im Kopf vollziehen, also mental bereit sein, Deutschland zu verteidigen, und es auch wollen. Dazu gehört für mich die Debatte über ein Pflichtjahr für alle, ein Jahr für die Gesellschaft, sei es bei der Bundeswehr oder im Zivildienst. Es geht um ein Achzigstel der Lebenszeit. Das halte ich für zumutbar.“
Der Christdemokrat, der auch Beauftragter der CDU-Landtagsfraktion für die Bundeswehr ist, unterstreicht, dass Deutschland bereits regelmäßig angegriffen wird – beispielsweise durch Cyberattacken, Spionage mit Drohnen, Desinformation oder russische Schiffe in der Ostsee.
„Wir sind in einer hybriden Bedrohungssituation. General Müller, der auf mehr als 40 Dienstjahre zurückblicken kann, hat uns im Landeskommando in Düsseldorf sehr eindringlich beschrieben, in welch schwieriger Situation wir uns sicherheitspolitisch befinden. Wir müssen den Willen haben, unsere Souveränität, Freiheit und Demokratie entschlossen gegen jeden Gegner von außen zu verteidigen. Das ist nicht nur Aufgabe der Bundeswehr, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.“
Die Soldatinnen und Soldaten des Landeskommandos seien „Botschafter in die Zivilgesellschaft“ und erfüllten eine wichtige Brückenfunktion, sagte Golland beim Besuch des Landeskommandos. Die Ausrüstung mit Panzern, Munition und Mitteln zur Drohnenabwehr sei wichtig, aber nütze nichts, wenn die Gesellschaft nicht bereit sei, Verantwortung zu übernehmen.
Der Austausch zwischen der Bundeswehr und dem Netzwerk für Soldaten der CDU NRW wird auch künftig fortgesetzt.

Fotos: Bundeswehr/Landeskommando NW