Seit nunmehr zehn Monaten ist die Autobahn 1/61 in Höhe Erftstadt-Bliesheim/Friesheim nur einspurig befahrbar. Dort wird eine Brücke neu gebaut, die bei einem Verkehrsunfall im März 2022 von einem Tieflader so stark beschädigt wurde, dass sie abgerissen werden musste. Seitdem ist auch die Kreisstraße 45 zwischen Bliesheim und Friesheim im Bereich der Autobahn gesperrt.
Weil die Bauarbeiten offenbar nicht vorangehen und für Pendler und andere Verkehrsteilnehmer nicht ersichtlich ist, dass an der Baustelle gearbeitet wird, haben sich mehrere Menschen aus dem Rhein-Erft-Kreis bei den CDU-Landtagsabgeordneten Thomas Okos und Gregor Golland gemeldet. Diese erkundigen sich nun in einem Schreiben an NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) nach dem Sachstand.
„Aus unserer Sicht ist es schwierig, den Bürgerinnen und Bürgern zu erklären, warum eine Brücke, die im Jahr 2022 durch einen LKW angefahren wurde, im Jahr 2025 immer noch nicht wieder befahrbar ist“, so die beiden Christdemokraten. „Die lange angesetzte Bauzeit von 18 Monaten sorgt für Irritation. Aus der Bürgerschaft wurde an uns herangetragen, dass in Bayern ähnliche Projekte mittels vorgefertigter Brücken in deutlich geringerer Zeit vollendet werden. Ein Beispiel dafür ist die Errichtung einer neuen Brücke der BAB 8 in Rohrdorf.“
Golland und Okos betonen in dem Schreiben an den Verkehrsminister, dass aus ihrer Sicht „eine Beschleunigung dieser Art von Baustellen sinnvoll und geboten“ sei. Sie bitten Krischer um eine Einschätzung zu einem vergleichbaren Brückenkonzept in Nordrhein-Westfalen wie in dem Beispiel aus Bayern. Zudem fragen sie, ob der Neubau der Brücke bei Erftstadt, für den die Autobahn GmbH zuständig ist, wie geplant Ende 2025 fertiggestellt wird.